Rückblick 2011/2012  
     
  24. November 2012  
  Oeschberg-Schnittkurs mit Helmut Ritter  
     
  21. November 2012  
  Schnittdemonstration nach der Oeschberg-Methode  
     
  5. September 2012  
  Kinderferienprogramm  
     
  1. und 2. September 2012  
  Kelterfest  
     
  21. Juli 2012  
  Lehrfahrt zum LTZ Augustenberg  
     
  24. Juni 2012  
  Tag der offenen Gartentür  
     
  31. März 2012  
  Schnittkurs für Frauen  
     
  17. März 2012  
  Landesweiter Streuobstpflege-
tag 2012 mit Abschlussbericht
 
     
  7. März 2012  
  Streuobstpflegetage:
Schnittdemonstration
 
     
  3. März 2012  
  Mitgliederversammlung  
     
  22. Februar 2012  
  Seminar Most-Sensorik
mit Dr. Klaus Hagmann
 
     
  26. November 2011  
  Oeschberg-Schnittkurs mit Helmut Ritter  
     
  7. September 2011  
  Kinderferienprogramm 2011  
     
  4. September 2011  
  Kelterfest 2011  
     
  7. August 2011  
  Einweihung vom Wildbienen-
haus am Altsorten-Muttergarten
 
     
  16. Juli 2011  
  Ausflug nach Urbach/Remstal zum Erdrutsch-Wanderweg  
     
  10. Mai 2011  
  Wildbienenhaus, Zwischenbericht  
     
  17. April 2011  
  Verleihung der Landes-ehrennadel an Rudolf Thaler  
     
  16. März 2011  
  Vortrag von Prof. Dr. Christian Küpfer: Streuobst im Wandel der Zeit  
     
  11. März 2011  
  Wildbienenhaus, Richtfest  
     
  26. Februar 2011  
  Mostprämierung  
     
     
     
     
     
 
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EIN GUTER MOST BRAUCHT PFLEGE
  Seminar Most-Sensorik mit Dr. Klaus Hagmann am 22. Februar 2012
  von Gabi Goebel
 

 
Dr. Klaus Hagmann, Dipl. Lebensmittelingenieur mit Fachgebiet Obstverarbeitung und Streuobstwiesenbesitzer am Albtrauf und auf der Alb, kam auf Einladung des Obst- und Gartenbauvereins nach Bissingen, um die Moste der Bissinger Wiesenbesitzer zu beurteilen.
 

 
Rudolf Thaler, Vorsitzender des OGV Bissingen, hatte alle Teilnehmer der letztjährigen Mostprämierung zum Sensorikseminar mit einem ausgewiesenen Fachmann ins Feuerwehrhaus eingeladen.

Gleich zu Beginn lobte der Referent die Bereitschaft und den Mut für dieses Seminar: niemand will hören, dass sein Most nicht gut ist.

Fast alle hatten trotzdem eine Probe ihres diesjährigen Mostes mitgebracht, die von allen Anwesenden unter Anleitung von Dr. Hagmann geprüft wurden. Damit das auch richtig gemacht werden konnte, hatte dieser Wein-Degustationsgläser mitgebracht. So konnte der Geruch der Moste gut wahrgenommen werden. Dr. Hagmann verriet dabei sogleich: "Je schlechter der Most ist, umso schlechter/gewöhnlicher darf das Glas sein".
   
   
 

Worauf kommt es bei einem guten Most an?
Farbe, Geruch und Geschmack müssen stimmen und werden deshalb beurteilt. Ein Most darf zwar leicht trübe sein, er sollte aber eine schöne Farbe (nicht bräunlich) haben. Er sollte angenehm duften: "Die Nase bitte nur kurz ins Glas halten und die ganze Vielfalt eines Mostes herausriechen." Der folgende Schluck sollte auf der Zunge und im Gaumen verteilt werden, um jede Geschmacksnuance wahrnehmen zu können. Schmeckt der Most frisch, hat er ein ausgewogenes Säureverhältnis? Danach kann dann tatsächlich geschluckt oder bei Missfallen auch ausgespuckt werden (genügend Eimer standen bereit).

   
   
   
  Blick in die Runde
   
 

Bei der Degustation zeigten sich dann sehr schnell die Unterschiede: der eine roch muffig, der andere nach Essig oder Schimmel. Die Geschmacksprobe war mal sehr erfreulich, mal fast ungenießbar. Für alle diese Unterschiede hatte Dr. Hagmann eine Erklärung bereit und es zeigte sich, dass Mosterzeugung eine Wissenschaft für sich ist. Welche Obstsorten werden verwendet, wie ist der Keller beschaffen, welche Fässer werden verwendet, wie hoch war die Gärtemperatur, wurde dem Süßmost Hefe zugefügt, wurde zur Vermeidung der Oxydation geschwefelt?

   
   
   
  Drei fleißige Einschenkerinnen
   
 

Manchem Seminarteilnehmer wurde an diesem Abend wohl bewusst, dass man - wenn man einen guten Most haben möchte - nicht nur seine Bäume, sondern auch seinen Most pflegen muss. Den Saft ins Fass zu füllen und dann abzuwarten was daraus wird, ist einfach zu wenig.

Prüfungsergebnisse, die so kommentiert wurden:
  - "Auf den muss man aufpassen, dass er nicht noch schlechter wird"
  - "Aus dem wird nichts mehr"
  - "Den kann man so stehen lassen und warten, das wird noch ein guter Essig" oder
  - "Da braucht man eine ganze Flasche Sprudel zum Hinterherspülen"
wären dann Vergangenheit.

   
   
   
  links: Zwei Mostexperten aus Neuffen und Neidlingen beim Verkosten
rechts: Fachsimpeln unter Kennern
   
 

Dr. Hagmann sah zu seinem Bedauern auch in Bissingen bestätigt, dass es in diesem Jahr zu auffällig vielen Fehlgärungen gekommen sei. Aber auch in einem so schwierigen Jahr können bei guter Pflege gute Moste erzeugt werden, was mit mehreren Beispielen bewiesen wurde. "So muss ein Most schmecken", waren sich alle Teilnehmer einig. Rudolf Thaler machte seinen Vereinsmitgliedern und den Gästen Mut, sich das Wissen um die Erzeugung eines guten Mostes anzueignen: "Man kann es lernen, es lohnt sich, denn manch ein Wein kann mit einem guten Most nicht mithalten!" Vielleicht gibt es demnächst beim OGV Bissingen sogar ein entsprechendes Seminar - Interessenten gäbe es ganz sicher(gg)

 

 

   
               
 
 
   
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